1 Was ist Lithographie?

Die Lithographie (kurz Litho) ist eins von vielen Verfahren, das die Anfänge des Druckens prägt. Auch wenn der Begriff in der Druck- und Medienwelt heute noch regelmäßig fällt, ist die Bedeutung nicht Jedermann geläufig.

Lithographie stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus den deutschen Wörtern „Stein“ und „schreiben“. Ende des 18 Jahrhunderts erfunden, gilt der Steindruck als Vor­reiter für den heutigen Offsetdruck: Mit Kreide, Pinsel oder Feder wurden Bilder oder Schriften auf die Steine gezeichnet bzw. geschrieben. Die bemalten Steine dienten dann als Druckform, wobei sich sowohl die druckenden und nicht druck­enden Stellen auf einer Ebene befanden, der sog. Flachdruck.

2 Verfahren

Basis für dieses Druckverfahren bildete eine präparierte Steinplatte, auf die mit fetthaltiger Kreide oder Tinte die zu druckende Zeichnung aufgebracht wurde. Das verhinderte das Eindringen einer Ätzflüssigkeit. Die nicht be­schrifteten Bereiche des Steins ließen die ätzende Flüssigkeit jedoch hindurch und stießen deshalb im Anschluss die aufgebrachte Druckfarbe ab. Nur an der Zeichnung blieb die Farbe haften. Mittels eines Schlittens wird das Papier dann unter Hochdruck auf die einge­färbte Steinplatte gepresst, sodass die motivbildenden Stellen die Druckfarbe auf den Bedruckstoff übertragen.

Die Anfänge des Offsetdrucks folgten dann Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Übertragung der Druckfarbe von der Druckform auf ein Gummituch. So konnten auch raue, unebene Flächen bedruckt werden, da sich das Gummi­tuch diesen Flächen problemlos anpasste.

Umgangssprachlich bezeichnet man als Litho aber auch heute noch die Druckvorstufe, unter der man alle Arbeiten, die der fertigen Druckform vorausgehen, subsummiert. Häufig wird der Begriff synonym zur Reproduktionstechnik (kurz: Repro) oder Reinzeichnung verwendet.

3 Lithographie bei Laudert

Laudert wurde 1959 als Litho- und Repro-Anstalt gegründet und spezialisierte sich auf Farb­repro­duktionen. Ein sehr aufwändiger Prozess: Es gab eine Vielzahl von Filmen, die jeweils eine Druckfarbe repräsentierten. Mittels dieser Filme wurden Farben korrigiert, Bild­aus­schnitte gewählt oder Retuschen durchgeführt. Letztlich wurden von den Filmen Druckplatten erstellt, um die Reproduktionen zu prüfen.

Über die Jahre hat Laudert einige Veränderungen in der Reproduktion und Drucktechnik erlebt und sich selbst immer weiterentwickelt. 1980 dann der Beginn der elektronischen Bild­bearbeitung – ein Meilenstein. Denn auch heute spielt die digitale Bild­bearbeitung bei Laudert nach wie vor eine große Rolle. In der Vorliebe für Automatisierungen, intelligente Work­flows und Prozesse, kommen auch die kreativen (Highend-)Retuschen nicht zu kurz. Im Gegenteil: Ob für Onlineshops, Teaser- oder Kampagnenbilder – der Bedarf an professionellen Bildbear­beitungen ist groß. Dank der lang­jährigen Erfahrungen und der Vielfalt eingesetzter Techniken kennt sich Laudert bestens aus. Seit Unternehmens­gründung ist das Thema Bild das Steckenpferd, um das sich alle Leistungen drehen. Das Team aus erfahrenen Medienproduktions-, Workflow- und Kreativspezialisten steht auch Ihnen für sämtliche Fragen zur Verfügung.


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