Globalisierte Märkte, ein stetig steigender Kostendruck sowie immer kürzere Time-to-Market-Zyklen infolge der Digitalisierung erfordern eine immer höhere Agilität von Unternehmensprozessen. Dennoch werden selbst in großen Unternehmen viele Prozesse händisch erledigt, vor allem im Marketing-Bereich wie etwa bei der Multi-Channel-Produktkommunikation – insbesondere bei der Aufbereitung von Printmedien. Das kostet Zeit, Geld und hält von strategisch wichtigen Aufgaben ab. Dabei lassen sich viele komplexe Prozesse – auch im Marketing – längst automatisiert und digitalisiert abwickeln. Auf dem Markt tummeln sich bereits spannende Anbieter, die Digitalisierungs-Expertise mit Kreativ-Kompetenz bündeln. Mit Software beispielsweise zur Printausleitung oder Tools für eine konsistente Markenführung in unterschiedlichen Vertriebsnetzen bieten diese technologisch ausgereifte Kommunikationslösungen für eine hocheffiziente Umsetzung an.

Um auf den kontinuierlich steigenden Konkurrenz- und Kostendruck infolge von Globalisierung und Digitalisierung bestmöglich reagieren zu können, ist eine hohe Agilität in den Unternehmensprozessen notwendig. Automatisierung und Digitalisierung sind vor diesem Hintergrund längst mehr als buzz words: sie sind essentiell für die wettbewerbsfähige Ausrichtung eines Unternehmens. Dennoch werden selbst in großen Firmen viele Aufgaben im Marketing, wie z.B. die komplexe Katalog- und Werbemittelerstellung weitgehend händisch erledigt. Nicht selten wurzelt dieses zeit- und kostenintensive Handling in dem Umstand, dass die Unternehmen sich bislang bei der Wahl ihres Werbedienstleisters vor die scheinbar widersprüchliche Alternative gestellt sahen: Technologie oder Ideen? Prozesse oder Kreativität? Beratungssicherheit oder der letzte Hype? Kurzum: IT-Beratungshaus oder Kreativ-Dienstleister? Während vor allem die großen IT-Consultingfirmen mit Unternehmensgröße, Marktdurchdringung und Finanzkraft punkten, erst Recht, wenn sie, wie aktuell, zunehmend kleinere Werbeagenturen aufkaufen, setzen die Agenturen auf ihre Kreativität, auf „die“ Idee als entscheidendes, gewinnbringendes Argument. Doch das zählt immer weniger. So beklagen immer mehr Unternehmen über gesunkenes Vertrauen in ihre Werbedienstleister, wie unlängst eine Studie des Beratungshauses Aprais bescheinigte. Der entsprechende Parameterwert sank innerhalb von fünf Jahren von fast 100 auf 75.

Im Marketing-Umfeld, welches durch zunehmende Technisierung und Digitalisierung geprägt ist, reicht Kreativität alleine offenbar immer weniger aus, das bestätigt auch eine aktuelle Studie des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen GWA. Zunehmend wichtiger hingegen wird, laut der GWA-Studienempfehlung, auch für die hippe Kreativ-Branche, den Fokus auf eine ausgereifte Beratungskompetenz und Prozessoptimierung zu legen. Geht nicht? Gibt’s nicht!


IT-Upgrade fürs Marketing

Der Trend zur Verschmelzung von IT- und Kommunikationskompetenzen entspricht dabei nichts anderem als der Vermischung von IT- und Produktionskompetenz in der industriellen Fertigung. Die Smart Factory lässt grüßen. Und damit, na klar, die Digitalisierung. Dass die digitale Transformation dabei alle Stufen der Wertschöpfung erfassen wird – bis hin zu den Dienstleistern – ist keine neue Erkenntnis. Auch nicht, dass durch die Digitalisierung disruptive Kräfte freigesetzt werden, die „plötzlich“ bis dato branchenfremde Unternehmen zu Konkurrenten im eigenen Marktumfeld macht. Neue Erkenntnisse hingegen müssen sich im konkreten Fall jedoch vielfach noch die Agenturen und ihre Auftraggeber verschaffen, wie sie dieser Herausforderung begegnen wollen. Wie immer, lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Was machen die anderen?

Denn es gibt längst Mediendienstleister, die das eigene Unternehmenskonzept durch eine Verschmelzung von IT- und Kreativkompetenz zukunftsträchtig ausgerichtet haben und diesen Vorteil an ihre Kunden weitergeben. Hiervon profitieren Global Player und Mittelständler aus dem Multi-Channel-Handel sowie der Industrie. So sorgt zum Beispiel bei den Firmen Brillux und CLAAS eine Web2Print-Lösung von Laudert für ein konsistentes Branding in unterschiedlichen Vertriebsnetzen – bei deutlich beschleunigten Prozessen. Die Einbindung des Tools erfolgt über Webservices. Highlight ist dabei der hohe Grad der Individualisierung: „Sobald eingeloggt, stehen dem Kunden zusätzlich zu seinen definierten Logos harmonisch abgestimmte Farbkonzepte optional zur Wahl. Diese finden sich in diversen Gestaltungselementen wieder, so dass nach Auswahl des Printproduktes bereits ein perfekt an das Corporate Design des Kunden angepasstes Objekt bereitsteht“, erklärt Ulrich Wismann, Leiter Marketing Multimedia bei Brillux.

Häufig reichen aber selbst moderate technologische Veränderungen aus, um Produktionszeit und -kosten an ein digital transformiertes Geschäftsumfeld anzupassen. So konnte etwa der Armaturen-Hersteller GROHE den bereits automatisierten Prozess zur Herstellung der weltweit eingesetzten Preislisten noch weiter beschleunigen. Eingeführt wurde hier eine Database-Publishing-Lösung auf Basis der priint:suite inkl. Anbindung der zentralen Systeme zur Pflege der Produktinformationen.

Fazit: Globalisierung und Digitalisierung durchrütteln die Märkte quer durch alle Branchen. Dabei stellt sich die Frage, wie Unternehmen ihre Prozesse auf allen Ebenen so agil wie möglich gestalten können. Bezogen auf den Marketing-Bereich lautet die Antwort: mit Mediendienstleistern, die Digitalisierungs-Expertise mit Kreativ-Kompetenz vereinen und technologisch ausgereifte Kommunikationslösungen für eine hocheffiziente Umsetzung der Prozesse anbieten.

Autor: Eva Günzler, Journalistin

Erschienen auf: IT-daily.net