Bei einer Besichtigung des IT- und Kommunikationsdienstleisters am vergangenen Dienstag in Vreden zeigten die drei Geschäftsführenden Gesellschafter, Rainer Laudert, Jörg Rewer und Andreas Rosing die breit aufgestellte Nachwuchsförderung und sprachen über Möglichkeiten, den Fachkräftemangel zu kompensieren.

Beim Gang durch die Laudert-Teams fällt es einfach direkt ins Auge: „Was haben denn Sie für ein Durchschnittsalter?“ fragte daher auch Jens Spahn bei der Besichtigung der Medienproduktions-Teams. Die Antwort von Andreas Rosing „33“ wurde direkt gekontert: „da wachsen Sie selber aber gerade raus!“ Unterhaltsam wurde die Besichtigung fortgesetzt. Dabei interessierten Spahn, der vielen als die „Stimme für die junge Generation“ gilt, insbesondere die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, die Laudert den Mediengestaltern, Fotografen, Gestaltern für visuelles Marketing, Fachinformatikern und Dualen Studenten bietet. Auf ihre Karriere- und Zukunftsperspektiven angesprochen, zeigten sich die Azubis der Ausbildungs-Akademie recht überrascht. Vermutlich deshalb, weil Laudert beste Übernahmechancen bietet und der Nachwuchs daher ganz automatisch auf der richtigen Bahn in die Karriere landet.

Im Gegensatz zum stark nachgefragten Trend-Beruf des Mediengestalters, begleitet der Fachkräftemangel in der IT Laudert bereits seit Jahren. Die hohe Dichte von IT-Dienstleistern im westlichen Münsterland wurde dabei gleichzeitig als Fluch und Segen identifiziert. „Denn was einerseits den Focus auf die Region lenkt, geht auch mit zunehmendem Wettbewerb und steigenden Kosten im Kampf um die besten Köpfe einher“ so Jörg Rewer. Das 70-köpfige IT-Team am Standort Vreden wird daher zusätzlich seit 2013 durch ein Team von Programmierern in Ho-Chi-Minh-Stadt unterstützt. Spahn zeigte sich interessiert, wie dies von Deutschland aus steuerbar sei. Jörg Rewer erläuterte, dass dies möglich ist, indem deutsche Laudert-Mitarbeiter vor Ort temporär in den Genuss des Abenteuers Asien kämen und so die Schnittstelle zum Team in Deutschland bilden. Neu war für den Besucher auch, dass das Duale Ausbildungssystem in Deutschland den Vietnamesen als Vorbild dient. Eine Laudert-Ausbildung in Vietnam ist daher zukünftig nicht auszuschließen.

Besonders beeindruckt zeigte sich Spahn von der schieren Menge von Bildern, die täglich durch Lauderts Prozesse optimiert und für die Produktkommunikation von Kunden in Europa bereitgestellt werden: „An die 2000 Bilder täglich“, informierte ihn Rainer Laudert. Ein Teil dieser Bilder wird täglich in den Laudert-Studios aufgenommen. Zwar werden die Models dafür nicht „Busweise“ herangefahren, wie von Spahn vermutet. „Dennoch zählen die Laudert-Studios spätestens nach Inbetriebnahme der aktuell noch im Bau befindlichen neuen Flächen in Hamburg und Vreden zu den größten in Europa“, informierte ihn Andreas Rosing.

Der Rundgang endete im Geschäftsbereich Digitaldruck. Und tatsächlich geht es hier in Zukunft weiter, wenn die 1.340 Quadratmeter Studio-Anbau im Herbst in Betrieb genommen werden. „Man ahnt ja gar nicht, was wir im Münsterland alles haben“ zeigte sich Spahn zum Abschluss des Besuchs sehr beeindruckt von den vielfältigen Aktivitäten bei Laudert.

Download Bild "Besuch Jens Spahn" 300 dpi

Bildunterschrift: v.l.n.r. Jörg Rewer, Rainer Laudert, Jens Spahn (MdB), Andreas Rosing