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Duales Studium: Ein Auslandssemester in Chile, zwischen Alpakas und Großstadtleben

Unser Dualer Student Maik befand sich fast 5 Monate in Santiago de Chile und weit darüber hinaus

Maik ist Dualer Student im Bereich BWL- Medien- und Kommunikationswirtschaft hier bei Laudert. Für das 5. Semester seines Studiums entschied er sich allerdings für einen Auslandssemester in Chile. Im Interview erzählt er, wie es dazu kam und was er dort erlebte.

Hi Maik! Wer bist du und was machst du normalerweise bei Laudert?

Ich bin Dualer Student im Bereich BWL – Medien- und Kommunikationswirtschaft bei Laudert.
Ich studiere abwechselnd in Blöcken von drei Monaten. Während des Theoriesemesters kann ich mich so voll und ganz auf mein Studium in Ravensburg an der DHBW konzentrieren und während des Praxissemesters werde ich vollständig in Projekten bei Laudert eingebunden. Diese Herangehensweise hat den Vorteil, dass ich meine Inhalte aus dem Studium direkt in der Praxis anwenden kann und wertvolle Arbeitserfahrungen sammle. Mein fünftes Semester absolvierte ich nun aber in Chile.

Wie bist du darauf gekommen, ein Auslandssemester zu machen?

In meiner Freizeit reise ich sehr gerne. Ich bin sehr neugierig und möchte viele Länder und Kulturen kennenlernen. Als ich von der Möglichkeit erfuhr, dass auch während eines Dualen Studiums die Möglichkeit besteht, ein Auslandssemester zu machen, war sofort klar, dass ich diese Chance nutzen möchte.

Gibt es Voraussetzungen, um ein Auslandssemester antreten zu können?

Der Notendurchschnitt in Deutschland muss stimmen. Außerdem sollte man schon sehr selbstständig und kommunikativ sein. Man sollte sich nicht scheuen, jeden Tag mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu treten. Das ist natürlich keine Pflichtvoraussetzung und man wächst ja auch an seinen Herausforderungen, aber eine gewisse Bereitschaft dazu ist nicht verkehrt.

Wie sieht das Studium aus und gibt es Unterschiede zu der Uni in Ravensburg?

Das Auslandssemester ist ein Präsenzstudium mit ganz normalen Vorlesungen. Ich musste viele Präsentationen halten und nur wenig auswendig lernen. Generell sind die Kurse alle etwas praktischer als an der DHBW in Ravensburg. In meinem Kurs Business Negotiation trainierten wir beispielsweise regelmäßig unser Verhandlungsgeschick in praktischen, realitätsnahen Case-Studies. Wie man an der Fach-Bezeichnung schon ablesen kann, studierte ich in Chile auf Englisch. Die Vorlesungsräume waren wie in Ravensburg recht klein, der Campus selbst an der Universität in Santiago ist allerdings deutlich größer.

Was hast du in deiner freien Zeit in Chile gemacht?

Immer unterschiedlich. Meistens ging ich mit Kommilitonen auf dem Campus nach den Vorlesungen noch einen Kaffee trinken, etwas essen oder plauderte hier und da noch eine Weile. Man kann sich zudem am Campus sehr gut für Gruppenarbeiten zusammensetzen. Es gibt außerdem Fußballplätze und ein Fitnessstudio.

Darüberhinaus ist Santiago eine große Stadt, in der man viel machen kann. Die Sightseeing-Aktivitäten der Stadt wurden also auch häufig auf den Nachmittag gelegt.

Wie war deine Wohnsituation?

Ich habe mitten im Zentrum von Santiago in einem Apartment in einem Studentenwohnheim mit knapp 800 Bewohnern gelebt. Dort lernte man jeden Tag neue Studenten aus der ganzen Welt kennen. Mein Spanisch hat sich dort auch stark verbessert. Es gab ein Fitnessstudio, einen Kicker, eine Tischtennisplatte und sogar einen Pool.

Hast du neben dem Studium gearbeitet?

Falls mit arbeiten lernen gemeint ist, dann natürlich ja. Ich habe mich auf Klausuren vorbereitet, an Projekten mitgewirkt und mein Spanisch verbessert. Aber ich hatte auch einen kleinen, ziemlich coolen Nebenjob. In Santiago fanden in diesem Jahr die Panamerikanischen Spiele statt, ähnlich wie die olympischen Spiele, nur für den amerikanischen Kontinent. Als sportbegeisterter Mensch hatte ich mich als Freiwilliger gemeldet und habe an den Spielorten bei der Orientierung und der Organisation geholfen und Besucher und Sportler beim Einlass und während der Spiele unterstützt. Das hatte viele positive Nebeneffekte. Zum einen bekam ich freien Eintritt und konnte mir selbst viele Wettkämpfe und Spiele anschauen, und zum anderen hatte ich die Möglichkeit, mit vielen Menschen und Sportlern aus unterschiedlichen Nationen zu interagieren und zu kommunizieren.

Welche Erlebnisse bleiben dir besonders in Erinnerung?

Ich habe viele schöne Ausflüge unternommen. Der Münsterländer steckt definitiv in mir, und so bin ich froh, dass ich ab und zu der Großstadt Santiago entfliehen konnte. Man kann theoretisch an einem Tag Ski fahren und am nächsten Tag surfen gehen. Darüber hinaus war ich aber auch schon etwas weiter in Südamerika unterwegs. Ich habe mir Fussballspiele angeschaut, die bekannte südamerikanische Steak-Kultur ausprobiert, aber eben auch das „Ende der Welt“ gesehen, in Argentinien. Ich habe in Peru den Machu Picchu bestaunt und Alpakas gestreichelt, in Kolumbien Salsa getanzt und Kaffee geerntet und bin in Bolivien in dem in 3.800 Metern Höhe gelegenen Titicacasee geschwommen.

Südamerika ist wirklich ein sehr schöner und vielseitiger Kontinent. Die verschiedenen Kulturen, die allgegenwärtige Musik, die Leidenschaft für den Fußball, das warmherzige Temperament: einfach klasse.

Was war der schönste Moment in deinem Ausslandssemester?

Eine sehr schwierige Frage, auf die ich sehr viele Antworten hätte. Ich kann mich gar nicht festlegen. Aber wenn ich muss, tendiere ich zwischen der verrückten Fußballwelt in Argentinien oder der Moment auf dem atemberaubendem Weltwunder Machu Picchu.

Teilweise waren es aber auch kleinere Momente, in denen ich merkte, dass sich mein Spanisch verbessert und mich die Menschen verstehen und ich sie.

Es waren aber auch Augenblicke, in denen ich realisierte, wie glücklich ich mich schätze, dass ich diese Möglichkeit zu meinem Auslandssemester wahrnehmen konnte. Diese Momente kamen oft und ich konnte alles sehr genießen. Ich bin dankbar für alles, was ich dort erlebt habe.

Was ist das Fazit deines Auslandssemesters?

Festhalten kann ich: Das Auslandssemester hat mein Leben sehr bereichert und ich bin mir sicher, dass diese Fähigkeiten und Erfahrungen mir in meinem beruflichen und privaten Umfeld sehr weiterhelfen werden. Ich freue mich auf die Zukunft und alles, was das Leben mir bereithält.

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