bonprix ist ein internationales Modeunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg. Es greift die neuesten Trends auf und übersetzt sie in inspirierende Mode für viele Anlässe und in diversen Styles und Größen. Jeden Monat wird eine neue Kollektion der fünf eigenen Marken weltweit über die bonprix-Kanäle angeboten.

Ein Konzept, das aufgeht: bonprix zählt zum Beispiel zu den Top 10 der umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland (Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2018“ von EHI Retail Institute / Statista). Mittlerweile ist bonprix als eines der umsatzstärksten Unternehmen der Otto Group in 30 Ländern aktiv.

Man kann sich vorstellen, dass es eine echte Herausforderung ist, für jede der fünf Brands jeden Monat eine neue Kollektion zu entwerfen, produzieren zu lassen und vor allen Dingen zu verkaufen. Die Produktkommunikation spielt daher eine wichtige Rolle. Bilder und Texte, die das Markenverständnis stützen, die Kunden begeistern und den Kaufimpuls auslösen, sind in großer Zahl zu realisieren. Möglich ist das nur, wenn Kreative und Prozess-Spezialisten gemeinsam am Werk sind. Wie unsere bonprix-Teams. Wir befragten Kirsten, Head of Art Direction im Studio Hamburg, sowie unseren langjährigen bonprix Key-Account-Manager und Berater, Dirk, zur Zusammenarbeit.

Redaktion: Ihr arbeitet in den jeweiligen Produktionen ja recht eigenständig. bonprix-Mitarbeiter sind nur bei ausgewählten Shootings anwesend. Wie stellt ihr eine optimale Umsetzung des jeweiligen Markenverständnisses sicher?

Kirsten: Wir stehen in sehr engem Kontakt. Regelmäßige Review-Termine und der gegenseitige Austausch zu den jeweiligen Brands ermöglichen es uns, in Zukunft noch eigenständiger zu arbeiten. So entwickeln wir unser Gespür dahingehend immer weiter, das Markenverständnis für die einzelnen Brands auf den Punkt umzusetzen. Zudem lassen wir unser Trendscouting in regelmäßige Kreativ-Shootings einfließen. So entstehen neue Ideen, mit der wir das Brand- & Content-Team zukünftig noch stärker unterstützen können, die Bildsprache immer weiter zu entwickeln.

Redaktion: Ihr habt also auch Freiheiten in einem definierten Rahmen?

Kirsten: Der feste Rahmen bezieht sich insbesondere auf die Anzahl und Art der Bilder für die einzelnen Artikelgruppen. Der Rest ist viel Gefühl für das jeweilige Brandverständnis.
Hier profitieren wir von eingespielten Teams, die sich fast ausschließlich aus festangestellten Mitarbeitern zusammensetzen. Im Blick behalten müssen wir immer ein einheitliches Gesamtbild für die Artikel-Übersichtsseiten im Shop. Daher ist auch der Lichtaufbau fest definiert. Bei Posen und kreativen Anschnitten, dem so genannten Cropping, sind wir dafür freier. Und auch beim Styling. Über die LaudertContentFlow®-App scannen wir die Artikel aus unserem bonprix-Fundus, die wir für das jeweilige Outfit ausgewählt haben. So kann bonprix die abgebildeten Artikel im Onlineshop über das Cross-Selling mit verkaufen. Zur Sicherheit spielen wir jeden Abend Übersichtsseiten von Bildern des Shootings in den virtuellen Teamraum, den wir zusammen mit bonprix nutzen. Werbung und Einkauf können sich am folgenden Vormittag so einen Überblick verschaffen und notfalls Austauschbilder beantragen.

Redaktion: ContentFlow ist ein gutes Stichwort. So frei arbeiten und auf das kreative Ergebnis konzentrieren könnt ihr euch im Grunde ja nur, weil der gesamte Prozess über LaudertContentFlow® (LCF) fast automatisch läuft – oder?

Dirk: Ja, bonprix ist ein Kunde, der die Vorteile des Systems bereits vor Jahren erkannt hat. In der Zusammenarbeit gab es wertvollen Input, der LCF zu dem heute weltweit gefragten Studio-Prozess-System gemacht hat. Angefangen bei der Beauftragung des jeweiligen Shootings über das Einchecken der Ware mittels Barcodes bis zur Auslieferung der fertigen Daten: Das System steuert den gesamten Prozess inkl. der passenden visuellen und technischen Bilddatenaufbereitung – in einigen Schritten vollautomatisiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass sowohl Mitarbeiter als auch bonprix-Involvierte jederzeit den Status eines Artikels prüfen können. Und notfalls für eine kurzfristig eingeplante Online-Aktion auch mal ein Bild auf die Express-Schiene setzen können.

Redaktion: Full-CV bedeutet, dass wirklich jede Variante eines Artikels am Set fotografiert wird?

Kirsten: Fast jede. Es gibt wenige Ausnahmen, wo Farb- bzw- Dekor-Varianten nicht separat aufgenommen werden. In einigen Fällen arbeiten wir auch mit so genannten Umfärbern. Hier werden Aufnahmen mit einer geeigneten Ausgangsfarbe umgefärbt. Für das perfekte Ergebnisse erfassen wir so genannte digitale Stoffmuster der gewünschten Variante. Der Kunde erhält so von allen Artikel-Ausprägungen einen perfekten Eindruck in einem Still-, meist als Hollowman-Büste, sowie vier bis fünf Model-Bildern. Das überzeugt und optimiert die Retourenquote.

Redaktion: E-Commerce-Fotografie ist aber nicht die einzige Leistung für bonprix?!

Dirk: Nein, wir übernehmen auch Kreativ-Aufnahmen, die in Teasern, dem Katalog oder weiteren Medien verwendet werden. Darüber hinaus sind wir in der Medienproduktion sowie beratend für bonprix tätig. Und auch d.Frog, ein Media-Asset-Management-System, das als Schnittstelle zum unternehmenseigenen PIM-System dient, basiert auf dem Prozess-System unseres LaudertMediaPort. Dort werden sämtliche Bilder abgelegt, die in unserem und weiteren Studios entstehen, die ebenfalls mit LaudertContentFlow® arbeiten.

Redaktion: Wenn man euch bei der Arbeit am Set so zusieht, spürt man meist extrem gute Stimmung. Alles easy?

Kirsten: Nun, der Job erfordert sicherlich volle Konzentration. Aber die gute Stimmung am Set ist die Grundlage für kreative Ideen, die sich während der Arbeit am Set entfalten und spiegelt sich in den Bildern wider: Die besten Ergebnisse erzielen wir, wenn unser professionelles, gut eingespieltes Team auf gut gelaunte Models trifft. Nur so erzielen wir unser Tagespensum und es entstehen kreative Produktbilder, die verkaufen.

Redaktion: bonprix ist also zufrieden mit der Zusammenarbeit?

Dirk: bonprix und Laudert verstehen sich durchaus als strategische Partner in allen Bereichen und auf allen Ebenen. Gemeinsam haben wir uns in den letzten Jahren weiterentwickelt. Bonprix fordert uns immer wieder – und das ist sehr gut so. In Feedbacks wie „Die Prozesse laufen phantastisch und die ambitionierten Timings werden engagiert realisiert“ von Valerie Heimerl, Senior Projektmanagerin, sieht man die Wertschätzung aus dem Unternehmen, die uns regelmäßig gezeigt wird.

Kirsten: Die Zusammenarbeit mit bonprix macht auch deshalb so viel Spaß, weil das Unternehmen sich permanent weiterentwickelt und einen hohen Fashion-Anspruch entwickelt hat. Daher gehen positive Rückmeldungen, wie „Thanks for the overview. It looks great and you and the team did a great job“ von Lone Løth Christensen, Senior Creative Director, immer direkt einher mit dem Ansporn, noch besser zu werden. Regelmäßiges Trendscouting zur Weiterentwicklung der Bildsprache und des Stylings ist eine Aufgabe, die meine Arbeit zum Lieblingsjob macht.

Redaktion: Vielen Dank!