Die Rudolf Ostermann GmbH ist ein kundenorientierter, über lange Jahre erfahrener, expandierender Großhandel für Schreinereibedarf. Mit ca. 350 Mitarbeitern und bis zu 3.000 Bestellungen täglich ist Ostermann europaweit führend im Versandhandel von Kanten und Beschlägen. Zu dem stetig wachsenden Ostermann-Sortiment gehören auch Schiebetüren, Möbelrollläden, Möbelfronten, Klebstoffe, dekorative Wandverkleidungen und vieles mehr. Um diese Gesamtkompetenz strukturiert in Katalogen und Prospekten (InDesign-Aufbau) darzustellen, wurde zur Katalogproduktion in der Vergangenheit auf eine Printausleitung aus dem Heiler PIM (heute Informatica) zurückgegriffen. Mit dem Update auf Informatica 7 bestand diese Option nicht mehr, sodass die Werbeverantwortlichen neue Lösungen prüften. Nach einer intensiven Recherche entschied man sich für die priint:suite von Werk II und erteilte den Zuschlag für die Implementierung den Printausleistungs-Experten im Laudert Medien-IT-Team. Auf Basis dieser ersten erfolgreichen Zusammenarbeit entschied sich Ostermann dann auch, weitere Schritte der Printmedienproduktion in Lauderts Hände zu legen. Neben der IT-Expertise, profitiert Ostermann seit Sommer 2016 von einer ganzheitlichen Betreuung inklusive kreativer Fotografie von Produktabbildungen und Teaser-Bildern sowie effizienter Medienproduktion mit InDesign.


Neben umfangreichen Katalogproduktionen in fünf Sprachen, kommuniziert Rudolf Ostermann in ergänzenden Specials auf jeweils ca. 52 Seiten Auszüge des Sortiments inkl. Preis. Was man jedoch auf den ersten Blick gar nicht erkennt: der in InDesign aufgebaute Inhalt hat es in sich! Denn das umfangreiche Sortiment umfasst neben zahlreichen Artikeln ebenso viele Zubehörteile, die sich auf diverse Artikel einer Kategorie beziehen. Nachdem die Waren verkaufsfördernd fotografiert wurden, müssen sie strukturiert aufbereitet und in die entsprechenden Medien ausgeleitet werden. Dabei ist zu beachten, dass – wie bei vielen Händlern – nicht alle Produkte in allen Ländern angeboten werden sollen oder dürfen. Für die Erstellung der Printmedien ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Dienstleistungen aus den Bereichen des Fotostudios, der Medienproduktion und der Medien-IT reibungslos ineinandergreifen.


Die Printausleitung in InDesign: priint:suite 4 mit neuer Achitektur
Grundlage für eine automatisierte Printmedien- und insbesondere Katalogproduktion bilden intelligente IT-Systeme, wie in diesem Fall die priint:suite von Werk II. Im Gegensatz zu früheren priint:suite-Versionen, enthält die Version 4.0 eine standardisierte, vorgelagerte Architektur, die mittels eines sogenannten Connectors bereits die relevanten Produktinformationen aus einem PIM-System strukturiert für z.B. den InDesign-Aufbau bereitstellt. Laudert als Enterprise Solution Partner verfügt über mehrere Spezialisten, die von Werk II für die Umsetzung auf Basis der völlig neuen Architektur ausgebildet wurden.


Flexibel und übersichtlich mit dynamischen Templates und PDF-Renderer
Damit ein automatisierter Seitenaufbau für die Preislisten- und Katalogproduktion angestoßen werden kann, sind drei weitere Aufgaben zu erfüllen: in Informatica müssen die entsprechenden Parameter für die Publikationsstruktur gepflegt sein und Templates werden den entsprechenden Kategorien-Strukturen oder Produkten zugeordnet. Für den grafischen Aufbau ist die Definition der Templates, Seitenraster und Platzhalter notwendig. Sie legen das Aussehen der späteren Seite fest und definieren, welche konkreten Daten automatisiert positioniert werden sollen. Um unterschiedliche Layouts in InDesign zu realisieren, stehen Rudolf Ostermann ca. 20 unterschiedliche Templates zur Verfügung, deren individuelle Ausprägung aufgrund der dynamischen Befüllung z. B. in der Länge stark variieren kann.


Alle Elemente einer Produktdarstellung im InDesign-Aufbau – also Bilder, Texte und Preise – bleiben über die priint:comet-Plugins mit den Produktinformationen in Informatica verbunden. So können Daten einzelner Produkte oder ganzer Produktlinien bis unmittelbar vor Druck aktualisiert werden. Im Vergleich zur vorherigen Heiler-Lösung ergab sich durch den Einsatz der priint:suite 4 ein zusätzlicher Vorteil: anstelle ganzer Kapitel neu zu generieren, können jetzt auch partielle Aktualisierungen vorgenommen werden. Eine besondere Eigenart ergibt sich bei der Katalogproduktion durch die ausgefallene Struktur der Kataloge: sie setzten sich jeweils aus einem Teil in Landessprache (z. B. in D, I, NL, EN, F) sowie aus einem mehrsprachigem Part, der universell gültig ist, zusammen.


So vorbereitet kann der dynamische Seitenaufbau von Katalogen und Aktionsbroschüren jederzeit angestoßen werden. Damit die Pflege der komplexen Artikelstruktur im Informatica-System zwischenzeitlich auch im Kontext visuell überprüft werden kann, wurde ein PDF-Renderer als Preview-Komponente implementiert. Beispielsweise Kreuz- oder Cluster-Tabellen können so intuitiv in einem Browser dargestellt und kontrolliert werden. – Womöglich falsch gesetzte Flags werden direkt nach der Anlage der Produktdaten erkannt. Der PDF-Renderer ist daher auch eine perfekte Kontroll-Instanz für die Produktdatenqualität, die so auch für die Ausleitung der Daten in den Webshop erhöht wird.

Spagat zwischen kreativer und effizienter Foto- und Medienproduktion
Auch die intelligenteste Printausleitung benötigt aber letztlich guten und strukturierten Content, um Projekte erfolgreich realisieren zu können. In den Laudert-Studios herrschen perfekte Bedingungen, um die Artikel inkl. Zubehör gekonnt in Szene zu setzen. Dafür sorgen neben gut ausgebildeten Fotografen auch Art Direktoren, die für die Einhaltung der intendierten Bildsprache Sorge tragen. Selbst ein technisches Portfolio wie das von Ostermann kann, z. B. dank Anwendungsbeispielen und Schärfenverläufen, effektvoll dargestellt werden. Während bei Teaserbildern auf eine emotionalere Bildsprache geachtet wurde, steht bei Produktbildern eher der informative Mehrwert im Fokus der Bild-Spezialisten. Laudert kombiniert geschickt Kreativkompetenz mit Effizienz. Dank eigens entwickelter Software-Lösungen ist einerseits eine schnelle, industrielle Fotoproduktion großer Auftragsvolumina möglich, andererseits bieten die Systeme Spielraum für gestalterische Freiräume und kundenspezifische Workflows.


Sind die Bilder in enger Kooperation mit Ostermann erstellt und ins PIM-System eingespielt worden, kann die automatisierte Katalogproduktion beginnen. Neben weitgehend standardisierten Artikelseiten, ist bei Titel- und Kategorie-Einstiegsseiten ein höheres Maß an Gestaltungskompetenz gefragt. Intelligente und flexible Workflows ermöglichen es, eine sowohl kreative als auch schnelle und sichere Katalogproduktion in InDesign geschickt miteinander zu vereinen.


Das erste Objekte auf Basis der priint:suite 4 wurde bereits im Juni 2015 erfolgreich realisiert. Im September 2016 folgte dann das erste Prospekt, bei dem Laudert zusätzlich als Foto- und Medienproduktionsdienstleister fungierte.


(Stand 09/2016)